Was ich bei Glucovera versuche und wie ich vorgehe.

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht darin, mit Google nach Webseiten und Artikeln zum Thema Diabetes und verwandten Themen zu suchen, oder Themen aus Facebookgruppen aufzugreifen. Gerade bei der Online-Suche stoße ich oft auf Studien, Fachartikel und Experteninterviews die in einem Fachchinesisch geschrieben sind, das man als Patient oder Angehöriger, als Lieschen Müller kaum bis gar nicht versteht. Ich versuche dann, die Informationen anschließend in verständliches Deutsch zu übersetzen.
Dabei verstehe ich viele dieser Fachbegriffe oft selbst nicht. Wenn ich über Formulierungen stolpere, die ich nicht kenne, recherchiere ich weiter, lese andere Quellen, schlage Begriffe nach, frage die KI und versuche zu verstehen, was eigentlich gemeint ist. Erst wenn ich das Gefühl habe, den Inhalt selbst verstanden zu haben, schreibe ich daraus einen Artikel in einer Sprache, die auch andere Otto-Normal-Verbraucher nachvollziehen können.
Mein Ziel ist nicht, medizinische Inhalte zu vereinfachen oder zu verfälschen. Mein Ziel ist, sie verständlich zu machen.
Beispiel: Heute bin ich bei meiner Recherche bei https://www.journalmed.de über folgenden Absatz gestolpert:
Es ist inzwischen landläufig bekannt, dass Typ-2-Diabetes eng mit kardiovaskulären und renalen Komorbiditäten assoziiert ist. Trotz effektiver Behandlungsmöglichkeiten mit pleiotropen Effekten, wie beispielsweise mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin, lässt die Versorgungssituation in Deutschland jedoch zu wünschen übrig.
Häh ?!?! Der Absatz beginnt mit den Worten „Es ist inzwischen landläufig bekannt …“. Landläufig bekannt bedeutet für mich: Das weiß praktisch jeder.
Aber Hand aufs Herz: Wer von uns weiß spontan, was „kardiovaskuläre und renale Komorbiditäten“ sind? Oder was in dem Zusammenhang „assoziiert“ und „pleiotrope Effekte“ bedeuten oder was ein SGLT2-Inhibitor ist?
Die KI übersetzt mir das in die wichtige und verständliche Aussage:
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenprobleme. Obwohl es inzwischen Medikamente gibt, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch Herz und Nieren schützen können, werden viele Betroffene in Deutschland noch nicht optimal versorgt.
Inhaltlich ist das nahezu dieselbe Aussage. Kürzer, knackiger und eben in einer Sprache, jeder versteht.
Aus dem oben zitierten Absatz ist übrigens dieser Beitrag entstanden:
Typ-2-Diabetes — Warum das Management weiter im Wandel ist
Ihr könnt ja selber mal vergleichen, was ich wegen eines Absatzes recherchiere und daraus als Artikel formuliere.
Mich würde interessieren: Geht es nur mir so, oder habt ihr euch bei medizinischen Fachartikeln auch schon öfter gefragt, warum man vieles nicht einfach verständlicher formuliert?
