Patienteninformation Diabetes

Warnzeichen und Notfälle

Viele Situationen lassen sich gut beherrschen, wenn Patientinnen, Patienten und Angehörige die Warnzeichen kennen.

Wichtig: Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle, schwere Verwirrtheit, wiederholtes Erbrechen, Atemnot oder Verdacht auf Ketoazidose sind Notfälle.

Unterzuckerung

Eine Hypoglykämie kann sich durch Zittern, Schwitzen, Herzklopfen, Hunger, Unruhe, Konzentrationsprobleme oder Verwirrtheit zeigen. Behandlungsregeln hängen von Therapie und Schwere ab. Menschen mit Insulin sollten einen klaren Hypo-Plan haben.

Überzuckerung

Hohe Werte können durch vergessene Medikamente, Infekte, Stress, defekte Technik oder falsche Dosierung entstehen. Wichtig sind Trinken, Kontrollmessungen und vorher vereinbarte Korrekturregeln.

Ketoazidose

Bei absolutem Insulinmangel können Ketone entstehen. Warnzeichen sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, tiefe Atmung, Azetongeruch, starke Müdigkeit oder Benommenheit. Das muss dringend medizinisch abgeklärt werden.

Notfallkarte

  • Diabetesform und Therapie notieren
  • Medikamente und Insulinplan mitführen
  • Kontaktperson und Praxisnummer hinterlegen
  • Traubenzucker oder geeignete schnelle Kohlenhydrate bereithalten
  • Angehörige in Glukagon-Anwendung einweisen, falls verordnet
Nach oben scrollen